Testarena für Innovative Luftmobilität am Business- und Innovations-Airport Mönchengladbach
Schwerpunkte, Fokus des Testbetriebs und besondere Fähigkeiten
- Testmöglichkeiten: VLOS / BVLOS / Reallabor für Luftmobilität mit Schwerpunkt Integration in das Luftverkehrssystem für einen Gemischtflugbetrieb aus bemannter und unbemannter Luftfahrt
- Charakter: Reallabor am Airport
- Schwerpunkte: gesamtheitliches Ökosystem innovative Luftmobilität / Forschungs- und Industrienetzwerk / Öffentlichkeitsveranstaltungen
Als größter nordrhein-westfälischer Airport der allgemeinen Luftfahrt mit privatem und gewerblichem Flugbetrieb verfügt der MGL über ausgezeichnete infrastrukturelle und operative Voraussetzungen, um Forschung und Entwicklung, den sicheren Betrieb unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS), Detektion und Abwehr sowie weitere UAS-Themen praxisnah zu bündeln.
Ein entscheidender Standortvorteil des MGL besteht darin, dass Test- und Demonstrationsflüge innerhalb und außerhalb einer Kontrollzone flexibel und kurzfristig durchgeführt werden können, ohne den Flugbetrieb zu beeinträchtigen.
Das Zusammenspiel unterschiedlicher Luftraumklassen (G / E / CTR (D) / C), angrenzender Kontrollzonen und des urbanen Umfelds bietet eine Testarena unter Einbindung des ICAO-konformen Luftverkehrssystems, in dem neue Betriebsverfahren erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden können.
In den vergangenen Jahren hat der Airport Kompetenzen im Bereich Luftraumintegration von UAS aufgebaut. Im Rahmen verschiedener (Forschungs-)Projekte wurden gemeinsam mit der Droniq GmbH, FH Aachen und der DFS Aviation Services GmbH als zuständigem Flugsicherungsprovider Flugverfahren innerhalb der Sichtweite des Fernpiloten (VLOS) und außerhalb derer (BVLOS) entwickelt und bis zum Reifegrad eines Betriebskonzept für UAS gemeinsam mit dem
Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung eruiert. Im VLOS-Bereich besteht am Standort eine Dauergenehmigung für den Betrieb von UAS, die auch als Grundlage der am Flugplatz verorteten Prüfstelle für Fernpiloten (PStFP) eingesetzt wird. Die Firma Germandrones produziert in ihrer Niederlassung am Standort Mönchengladbach UAS der 3-Meter-Klasse. Im BVLOS Bereich liegen die Unterlagen zur Kreditierung dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung vor.
Zur technischen Unterstützung dieser Integration wurde zur Detektion und elektronischen Sichtbarkeit eine Ortungslösung mit Luftlagedarstellung im tiefen Luftraum in Ergänzung zum Sekundärradar erfolgreich getestet.
Darüber hinaus wurden Demonstrationsflüge zwischen dem Airport Mönchengladbach und urbanen Landepunkten durchgeführt, um den Betrieb in realitätsnahen Szenarien zu validieren.
Durch den Betrieb mehrerer großer Flugschulen zur Ausbildung von Privat- und Berufsflugzeugführern (Flugzeug & Helikopter) sowie Wartungs- und Instandhaltungsunternehmen ergibt sich zusammen mit den Aktivitäten und Unternehmen im Bereich UAS ein umfassendes zukunftsweisendes Luftverkehrs- und Ökosystem, das auf den Reallaborcharakter des Standorts einzahlt.
Findet konventioneller Flugbetrieb statt?
Ja – siehe oben: ICAO-konformer Flugbetrieb VFR und IFR, z. B. aber nicht ausschließlich in den Klassen MET / SET / MEP / SET / HEL / Luftschiffe.
Sind IFR-Verfahren am Testzentrum festgelegt?
- CTR (D) / Permanente Kontrollzone der Luftraumklasse D
- Ggf. Luftraumklasse G bei deaktivierter Kontrollzone
- Laut AIP veröffentlichte Precision & Non-Precision Verfahren
- ILS / RNP / VOR / DME Approaches und respektive Departures
Ist für das Testzentrum ein geografisches Gebiet eingerichtet?
Bisher nicht – potenziell möglich.
Ist BVLOS-Flugbetrieb möglich?
Ja – abhängig der Freigabe und Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr zum Flugbetrieb von UAS in CTR (D), siehe Forschungsprojekt SkyTRACKplus. Der Austausch mit BMV und Gremien dauert an https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/skytrackplus.html
Größe des Fluggebietes
1,2 km²
Sind befestigte Start- und Landeflächen verfügbar?
- Befestigte Landeflächen verfügbar
- Weitere Flächen und Oberflächen verfügbar (Beton, Asphalt, Gras)
Welche Infrastruktureinrichtungen sind vorhanden?
- Verfügbare Flächen: Hangar, Wartungsflächen, Büroflächen
- Trackingsysteme für ADS-B / FLARM / Transponder
- Abdeckung durch Sekundärradar der Flugsicherung
- Abdeckung durch Primärradar der Flugsicherung
- Navigationseinrichtungen gemäß Luftfahrthandbuch Deutschland (AIP) VOR / DME / GNSS
- Kommunikationseinrichtungen gemäß AIP
- Flugfunk und Betriebsfunk
Ansprechpartner
- Dipl.-Ing. David Osten
Innovationsmanager
Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH
Flughafenstraße 95, 41066 Mönchengladbach
Tel: +49 2161 6898-27 | Mobil: +49 172 1392003 | david.osten@mgl.de